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Bericht

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Botschafter des Glaubens
Würdige Feier des Gedenktages von Gesellenvater Adolph Kolping

Am Vorabend zum 2. Adventssonntag gedachten wir traditionell unserem seligen Gesellenvater Adolph Kolping. Viele Mitglieder waren zum Gedenkgottesdienst in die Pfarrkirche St. Emmeram gekommen.

Beim Einzug wurden neben den beiden Bannern auch das Bild Adolph Kolpings und die Kolpingkerze hereingetragen. Bei der Einführung betonte 1. Vorsitzender Markus Meyr: Wir sind dazu berufen im Alltag Botschafter unseres Glaubens zu sein. Adolph Kolping, dessen Gedenktag wir heute feiern, war so ein Botschafter, der mit seinem ganzen Leben, Zeuge eines lebensbejahenden Gottes war. Auch wenn es von Adolph Kolping kein Bild gibt, auf dem er lächelt, so war und ist er doch eine Persönlichkeit, der als Alltags-Christ Menschen begeistern konnte, ihnen Mut machte und Hoffnung schenkte.

In den Kyrie-Rufen wurden von Johanna und Sabine Fischer Zitate von Adolph Kolping auf die heutigen Tage übertragen.

Zu Beginn seiner Predigt stellte Präses und Stadtpfarrer Wolfgang Gebert den für 3 Mio. Euro versteigerten Brief von Albert Einstein in den Mittelpunkt. So behauptete der Naturwissenschaftler darin, dass Gott nur dann da sei, wenn es den Menschen schlecht gehe. Demgegenüber betonte er, dass es zahlreiche Menschen gab, die Zeugen von Jesus Christus zu seinen Lebzeiten auf Erden waren und auch in den letzten 2.000 Jahren Viele Gott erfahren haben. Auch Adolph Kolping war so ein bemerkenswerter Mensch, der Zeuge war und seine Mitglieder aufforderte, selbst Zeuge zu sein für Gottes Liebe und Barmherzigkeit.

Zu den Fürbitten, die Anna-Lena Jung und Stefanie Hilse vortrugen, wurden Schriftstreifen zum Thema Licht auf eine Pinnwand geheftet.

Am Ende des Gottesdienstes segnete Präses Gebert die Kolpingabzeichen und Ehrennadeln. Abschließend sangen alle das Kolpingtaglied Wir sind Kolping.

 

Festversammlung im Kolpingheim

Bei der anschließenden Festversammlung im Kolpingheim dankte 1. Vorsitzender Markus Meyr allen, die zum Gelingen des eindrucksvollen Gottesdienstes beigetragen haben. Traditionell konnten beim Kolpinggedenktag langjährige Mitglieder für ihre Treue zu Adolph Kolping und seinem Werk geehrt werden. Bei der Ehrung rief Meyr zunächst markante Ereignisse aus der damaligen Zeit ins Gedächtnis und zitierte dann aus den zuvor geführten Interviews, weshalb die Jubilare damals zu Kolping gingen bzw. so lange dabei blieben.  Folgende Personen wurden geehrt: Christine Jung (25 Jahre) und Alois Braun (50 Jahre). Verhindert waren die Jubilare Peter Taglieber (50 Jahre), Alois Seehuber (65 Jahre) sowie Hans Bachl und Walter Thum (70 Jahre). Alle Jubilare bekamen eine Urkunde sowie eine Erinnerungskerze überreicht. Für 50 und 25 Jahre erhielten die Jubilare die goldene bzw. silberne Ehrennadel des Kolpingwerkes.

Auch in diesem Jahr sind wieder mehrere Mitglieder in die Kolpingsfamilie aufgenommen worden. Am Festabend sprach Helene Seefried stellvertretend das Aufnahmeversprechen. Sie und ihr Mann Edgar waren zuvor schon 28 Jahre Mitglieder in der Kolpingsfamilie München.

Markus Meyr appellierte an die Anwesenden, sich immer wieder ein zu bringen und mit zu helfen, dass die Kolpingsfamilie und die Pfarrei eine lebendige Gemeinschaft bleibt. So dankte er mit einem Blumenstrauß und kleinem Präsent Martha Melzer und Agnes Fackler, die 16 Jahre lang maßgeblich zur Attraktivität des ökumenischen Frühstückstreffs 55plus beigetragen haben.

 

Festvortrag

In seinem Festvortrag beleuchtete Theo Knoll das jeweilige Umfeld in dem die bayerische Verfassungen der Jahre 1818, 1919 und 1946 entstanden. Er verstand es mit vielen lebendigen Beispielen die Zuhörer mit auf eine 200jährige Zeitreise zu nehmen. So wusste er zu berichten, dass 1818 viele Klöster (außer dem Kloster in Wemding) aufgelöst und auch viele Reichsstädte wie z.B. Nördlingen ins Reich eingegliedert wurden. 

1843 kam Wemding unter König Ludwig I. zu Schwaben und das Wemdinger Kloster wurde neu bestätigt.

Aus der am 14.8.1919 verkündeten Verfassung des Freistaates Bayern, die wegen den schwierigen Zeiten in Bamberg erarbeitet wurde, hob er ein paar Streiflichter, wie die Gleichheit vor dem Gesetz und das Recht für Alle auf Wahlen hervor.

Damals wie heute waren einzelne Rechte der Verfassung in Gefahr. So wurde in der Hitlerzeit die Verfassung Stück für Stück außer Kraft gesetzt. Anhand der Wahlergebnisse für Wemding zeigte er den verhängnisvollen Wandel auf.

Am 8.12.1946 wurde die heutige Bayerische Verfassung verkündet, die bei einem Volksentscheid mit 70 % angenommen wurde.

Dann ging Knoll auf die schwierige Zeit nach dem 2. Weltkrieg ein. Damals mussten 2000 Flüchtlinge in Wemding aufgenommen werden. Was anfänglich eine unvorstellbare Belastung war wurde in den folgenden Jahren der Grundstein für eine sehr erfolgreiche Entwicklung in Wemding.

Abschließend rief Theo Knoll zu verantwortungsvollem Handeln auf. So sei das Recht zu Wählen auch eine Pflicht. Nur dadurch könne man verhindern, dass eine populistische Minderheit Einfluss auf unser Leben nehmen kann.

Markus Meyr dankte Herrn Knoll für seinen fesselnden Vortrag, den die Zuhörer mit langem Beifall belohnten.

Mit dem gemeinsam gesungenen Kolpinglied schloss der Kolpinggedenktag.


von Reinhold
ber Allgemein ⁄ Öffentlich