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Wemdinger Stadthalle „Unter Wasser“
Ballbesucher tauchten beim Kolpingball ab

Die Wemdinger Stadthalle war am Faschingssamstag eine große Unterwasserwelt. In dieser feierten über 600 Besucher unseres Kolpingballes einen großartigen Faschingshöhepunkt. Damit war die mit sehr einfallsreichem und großem Aufwand vorbereitete Ballnacht wiederum die größte in ganz Nordschwaben.

Einstimmung im Foyer

Schon vor der Halle wurden die Ballbesucher mit einer Videoprojektion empfangen. Unter einer Qualle im Foyer waren die wenigen Restkarten schon bald vergriffen und die Verantwortlichen verkündeten „ausverkauft“. Ein Haifischmaul öffnete den Ballbesuchern den Weg durch einen blauen Tunnel um in die aufwendig dekorierte Halle zu kommen. Mit einem direkten Blick auf der sich unter Wasser befindenden Wemdinger Stadtansicht konnten sich heuer die Ballbesucher als Erinnerungsfoto unter Wasser ablichten lassen.

In der Halle hing eine Vielzahl an Quallen von der Decke und mit Scheinwerfern wurden Lichtszenen der Unterwasserwelt projiziert. Die Tische waren aufwendig und vielseitig mit Netzen, Fischen, Muscheln und Glücksperlen dekoriert. Die einfallsreich kostümierten Ballgäste erlebten ein abwechslungsreiches Programm und die über 100 Aktiven der Kolpingsfamilie sorgten so für einen tollen Faschingshöhepunkt.

Neptun begrüßte

Zur Begrüßung betraten Neptun (Daniel Ostermeier) und die Meerjungfrau (Marius Trollmann) mit einem Haifisch an der Leine Neptuns Riff und hießen die Ballgäste willkommen. Einen besonderen Gruß entboten sie Bürgermeister Dr. Martin Drexler samt politischen Parteien und den Wemdinger Vereinen. Dabei fühlte sich Neptun in seinem Hoheitsgebiet gestört und musste erst durch die Meerjungfrau besänftigt werden. Die vielen Ballgäste wären eigentlich nur wegen ihm gekommen. Auch die stimmungsvolle Musik der Band und das gute Essen vom Wallfahrtswirt würden für eine tolle Ballnacht sorgen.

Nörgelnde Badegäste am „Lohweiher“

Nach der Anmoderation durch die Meerjungfrau (Marius Trollmann), der durch das Programm führte, lobten zwei Urlauber (Florian Fischer und Benedikt Bosch) die Anschaffung eines neuen Feuerwehrautos. Da kommt hinten sauberere Luft raus, als vorne rein geht. Es fährt so sauber, dass diese schon für die Befüllung der Atemschutzgeräte geeignet ist. Zum Ausbrennen des KATs geht’s dann nach Amerbach. Dann lästerten sie über den neuen „PS-starken SUV“ des Stadtförsters. Nun hat seine Motorsäge mehr PS als sein neues Dienstfahrzeug.

Als die Besucher einen kühlen Schluck aus einer Pulle nehmen wollten, unterband dies der Bademeister (Jonas Sailer).

Nun wurde die Behelfsstraße an den Kehläckern auf die Schippe genommen. Wegen Sparmaßnahmen war diese schon mit Schlaglöchern übersät, bevor sie richtig befahren wurde. Dafür kommt nun eine Süd-West-Tangente an der sich bereits im Vorfeld namhafte Firmen wie z.B. ein Unfallbegutachter und ein Bestattungsinstitut ansiedeln. Wohl in der Erwartung, dass diese ein neuer Unfallschwerpunkt werden würde. Auch wurde ein großes Verkehrschaos mit gewaltigem Rückstau befürchtet.

10,5 Punkte weniger sorgten bei der CSU und Bürgermeister für Leid und Freud. So verlor die CSU bei der letzten Landtagswahl 10,5% Stimmen und der Bürgermeister im letzten Jahr ebenso viele Kilos. Nicht nur der Pfarrer betet, sondern auch der Bürgermeister. Letzterer betet vor jeder Bürgerversammlung um Besucher und fürchtet die messerscharfen Beiträge von Stadtrat Weimann.

Auch der Verkauf von altem Gerümpel durch Pfarrer Gebert auf allen Vertriebskanälen sorgte für Lacher. Hierzu schob ein Strandverkäufer (Michael Mayer) einen überladenen Schubkarren auf die Bühne. Mit dem Erlös will Pfarrer Gebert die Kirche sanieren und vor dem Einsturz zum historischen Fest bewahren. Abschließend wurden die massiv gestiegenen Auflagen zum Gaudiwurm kritisiert. Zwischenzeitlich dürfen keine Themenwagen mehr eingesetzt werden, weil zur Absicherung zwei Feuerwehren gleichzeitig notwendig wären. Auch die geworfenen Bonbons stellten eine große Gefahr zum Ausrutschen dar.

Für ihre wortwitzigen Einfälle wurden die Aktiven mit viel Beifall bedacht.

Showtänze begeisterten

16 reizende Meerfeen der Kolpingsfamilie begeisterten mit einem vielseitigen Showtanz zu einem Medley von mitreisender Musik. Zu Beginn schwamm eine „Meerjungfrau“ in einer Muschel auf die Tanzfläche und drei Solotänzerinnen eröffneten die Tänze, während beschirmte Seequallen im Hintergrund einstimmten.

Zu dem bekannten Kinoklassiker Vaiana stieg die Nixe aus ihrer Muschel und die Tänzerinnen bewegten sich mit weichen schwingenden Schritten dazu. Mit „In the Water“ sprang der Funke auf das Publikum über, dass begeistert mitklatschte. Der harmonische Tanz erfuhr plötzlich eine düstere Wendung, da sich die Hälfte der Tänzerinnen schwarze Kapuzenumhänge umwarfen und gegen die guten Meeresfeen kämpften. Das Aufbäumen war nur kurz und die gute Seite gewann. „Caribien Rave“ lockte die Krabben aus ihrem Versteck und die Tänzerinnen formten mit ihren Armen einen drehenden Seestern. Mit ein paar schnellen Schritten entwickelte sich eine drehende Muschel. Zu „Trumpets“ tanzten fünf Solistinnen, während die anderen Tänzerinnen eine springende Laolawelle darboten. Nach einem Zumbateil und spielmusikartigen Klängen, kamen die Tänzerinnen mit einem mehrarmigen Paartanz zum Höhepunkt und der finalen Schlussformation. Die stürmisch geforderte Zugabe wurde gerne zum Ohrwurm „Under the Sea“ von Arielle dargeboten. Zum Auszug trugen die Tänzerinnen, begleitet von stürmischem Applaus, ihre „Meerjungfrau“ auf Händen von der Tanzfläche.

Das viele Proben unter der Leitung von Sandra Schreck und Nicole Maurer hatte sich gelohnt, denn die vielseitigen Tänze wurden ausdrucksstark und synchron präsentiert. Die Kostüme wurden von Sandra Schreck selbst geschneidert. Für die Tänzerinnen war der frenetische Applaus der Lohn für ihren überaus gelungenen Showtanz.

Tolle Stimmung

Die Band „Ohne Filter“ war ein Garant für die gute Stimmung. Zwischen den Einlagen begeisterten sie mit einem gelungenen Mix an Tanzmusik und Mitmach-Actions das Publikum. Die Ballgäste schwangen bis weit nach Mitternacht das Tanzbein. In der vielbesuchten Bar „Nautilus“ war das selbstentwickelte „Running Schnäpsli“ die Attraktion. Viel Lob und große Anerkennung erhielten die Verantwortlichen von den Gästen beim Verlassen des Balles für die tolle Ballnacht.


von Reinhold
ber Allgemein ⁄ Öffentlich