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Bericht

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Wemdinger auf Zeitreise
Beim Kolpingball wandelten die Gäste in verschiedenen Zeitepochen

In der Stadthalle Wemding vollzogen am Faschingssamstag, 22. Februar 2020, die einfallsreich kostümierten über 600 Ballgäste eine interessante und abwechslungsreiche Reise von der Steinzeit bis in die Zukunft. Damit war die mit sehr  großem Aufwand vorbereitete Ballnacht wiederum ein absoluter Höhepunkt in ganz Nordschwaben.

 

Einstimmung im Foyer

Wie in den vergangenen Jahren wurden die Ballbesucher schon vor der Halle mit einer Videoprojektion empfangen. Im Foyer wurden die Gäste auf das Motto „Zeitreise“ eingestimmt. So gab es Restkarten in einer Kuckucksuhr mit ausfahrendem Vogel, der Kolping rief, noch für kurze Zeit. Auf einem Zeitstrahl mit den bisherigen Plakaten der Kolpingbälle seit 1972 konnten sich die Ballgäste in die Gästeliste eintragen. Gegenüber galt es bei einem Blick in die Zukunft die gealterten Gesichter der bisherigen Vorsitzenden sowie der Wemdinger Prominenz zu erraten. Viele Ballgäste nutzten während der ganzen Ballnacht die Gelegenheit, vor der Steinpyramide in 90 Jahren mit dem 11. Stein ein Erinnerungsfoto machen zu lassen. Die Halle selbst war in sechs Zeitzonen gegliedert und von einem großen Deko-Team um Lisa Melbig entsprechend dekoriert. Von der Steinzeit ging es über die Antike zum Mittelalter, weiter über Barock zur Moderne, um schließlich in der Zukunft an zu kommen. Sowohl die Decke als auch auf den Tischen waren die Zeitzonen passend dekoriert. So gab es z.B. Dominosteine in der Steinzeit, Mozartkugeln im Barock bzw. Wahlnüsse auf Rupfen im Mittelalter. Auch die Bühnenfrontseite sowie die Bar waren dem Motto entsprechend gestaltet.

Nach monatelangen Vorbereitungsarbeiten, Texte entwerfen und intensiven Proben, war alles rechtzeitig zur Ballnacht fertig und die Ballgäste erlebten ein abwechslungsreiches Programm. Weit über 100 Mitglieder der Kolpingsfamilie, jung und alt, sorgten wieder einmal für eine tolle Ballnacht.

 

Zeitreisender begrüßte die Gäste

Zur Begrüßung landete der Zeitreisende (Marius Trollmann) auf einem eigens angefertigten „Kolping TimeTaxi“ aus der Zukunft. Chauffiert wurde er von Sandra Schreck. Dabei stellte er fest, dass er sich wohl zeitlich verflogen hatte; denn er stimmte gleich den bekannten Wemdinger Faschingsruf  „Heri..“ an und die Ballgäste vollendeten diesen spontan.  Dafür konnte er an den Bürgermeister Dr. Martin Drexler und die Parteivorsitzenden die Wahlergebnisse der kommenden Kommunalwahl in versiegelten Umschlägen überreichen, deren Inhalt sich jedoch um Mitternacht verflüchtigte.  

 

Stürmische Zeiten in der Politik

Nach der Anmoderation durch den Zeitreisenden, der auf einem „Hoverboard“ hereinschwebte, rasten zwei weitere Zeitreisende (Peter Weiß und Simon Schneid) mit dem TimeTaxi in einen der beiden Türme der Stadtpfarrkirche. Sichtbar neigte sich dieser sogleich zur Seite. Nach einer Push-Nachricht gesellte sich ein Einheimischer (Michael Mayer) dazu. Mit wiederkehrenden Hashtags sprangen die Zeitreisenden zu verschiedenen Zeitabschnitten in der Zukunft. Zunächst ging es zur Kommunalwahl. So wurde bekannt, dass Bürgermeister Drexler noch weitere 36 Jahre im Amt sein wird und der aufstrebende „Politik-Jungstar“ Michael Dinkelmeier noch lange warten muss.

Die Hashtags kamen von dem auf einem Bobbycar durch die Halle rollenden Freddy Kraus mit dem Nummernschild von Michael Dinkelmeier auf dem Rücken.

Aus dem laufenden Wahlkampf klärten sie das vermeintliche Attentat bei einer CSU-Wahlveranstaltung in Form eines angesägten Stuhles auf. Eine mit den Initialen „WW“ gekennzeichnete und nach Popcorn riechende Säge brachten sie auf die Spur. Dann wunderten sie sich über eine hyperaktiv hüpfende Amazone, die wie weitere Wemdinger dem Trend des Listenhüpfens folgten. Über die eventuellen Ablösesummen - wie beim Fußball  - wurde Stillschweigen vereinbart. Wobei Franz Lachner ablösefrei zu haben gewesen wäre.

Für große Aufregung wird in der Zukunft das „Nackt-Waldbaden“ in dem streng katholischen Wemding sorgen. Da werden auch die vielen neuen Schilder von Judith Strohhofer für die klare Geschlechtertrennung (m/w/d) die Gemüter nicht beruhigen. Das alles und noch mehr hat sich wohl zugetragen, als Papst „Wolferl der Erste“ noch Stadtpfarrer in Wemding war. Für ihre wortwitzigen Einfälle wurden die Aktiven mit viel Beifall bedacht.

 

Showtänze aus sechs Zeitepochen begeisterten

Drei Zeitreisende im TimeTaxi, an der zwischenzeitlich eine große Jahreszahlscheibe angebracht war, eröffneten die Showtänze. Fetzig ging es in den 50iger Jahren mit drei Mädels und zwei Jungs zu „Jailhouserock“ von Elvis Presley los. Nach einem schwungvollen Dreh an der Zeitscheibe  wechselten die Tänzer. Es ging weiter im Barock mit vier zu „Secondwalz“ elegant walzertanzenden Paaren. Drei Damen vollzogen dann einen Sprung in die 70iger Jahre zum Discodance  „Stayin Alive“ und „Abba“. Im nächsten Tanz imitierten vier glitzernde Space-Girls tanzende Roboter aus der Zukunft.

Wieder ging es zurück in die Vergangenheit. Im Wilden Westen lieferten sich zwei Jungs ein Duell. Für eine überraschende Wendung sorgten zudem drei düstere Gestalten die mit „Superoperator“ und „Cotton Eyed Joe“ die Stimmung zum Kochen brachten. Beim nächsten Zeitsprung ging es in die 20iger Jahre bei der vier Mädels stilvoll einen Charleston zum Besten gaben. Zu „Back in time“ strömten alle 28 Tänzer und Tänzerinnen zur Abschlussfigur und ernteten stürmischen Applaus und lautstarke Zugabe Rufe. Mit einer mitreisenden und schwungvollen Zugabe zu dem „Time Warp“ der Rocky Horror Picture Show zeigten alle Aktiven nochmals ihren Spass am Tanzen.

Das viele Proben unter der Leitung von Sandra Schreck, Steffi Hilse und Nicole Maurer hatte sich gelohnt, denn die vielseitigen Tänze wurden ausdrucksstark und synchron präsentiert. Die sehr abwechslungsreichen, teilweise äußerst aufwendigen Kostüme wurden von Sandra Schreck, Steffi Hilse und den Tänzerinnen auf die Themen angepasst. Für die Tänzerinnen war der frenetische Applaus der Lohn für ihre überaus gelungenen Showtänze.

 

Tolle Stimmung

Auch die Band „Ohne Filter“ sorgte für die gute Stimmung. Zwischen den Einlagen begeisterten sie mit einem gelungenen Mix an Tanzmusik und Mitmach-Actions das Publikum. Die Ballgäste schwangen Stunden nach Mitternacht das Tanzbein. In der vielbesuchten Bar gab es heuer als zusätzliche Attraktion in einer zweiten Bar stilvolle Cocktails. Einhellig lobten die Ballgäste die Aktiven und Verantwortlichen für die tolle Ballnacht.


von Reinhold
ber Allgemein ⁄ Öffentlich