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Bericht

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Fußwallfahrt trotz Corona-Pandemie
Traditionelle Fußwallfahrt zum 44. Male

Zum 44. Male unternahmen am Samstag, 11. Juli 2020, Gläubige der Kolpingsfamilie, der Pfarrei und aus umliegenden Orten die Wallfahrt zur Gottesmutter nach Buggenhofen. In den Wochen zuvor standen wegen der Corona-Pandemie die Zeichen vielfach auf absagen. Von verschiedenen traditionellen Wallfahrern kamen in den Tagen vor dem Termin der Impuls, dass sie dann halt privat die Wallfahrt gehen würden. So entschloss man sich kurzfristig die Wallfahrt durchzuführen. Auf Zuruf hatten sich dann stolze 23 Wallfahrer eingefunden.

Abmarsch war um 4 Uhr morgens am Marienbrunnen auf dem Wemdiner Marktplatz. Trotz vorhergesagtem Regenwetter machten sich die Wallfahrer frohen Mutes auf, diese eindrucksvolle Fußwallfahrt zu gehen.

Zu Beginn wurde die Fußwallfahrt unter den Segen Gottes gestellt. Beim Verlassen der Stadt wurde in der Dunkelheit der „Glorreiche Rosenkranz“ gebetet. Schon während der Morgendämmerung zeichneten sich düstere Wolken am Himmel ab und wiederholt wanderten sorgenvolle Blicke nach oben.

Den „Freudenreichen Rosenkranz“ betend, pilgerte die Gruppe über Heroldingen und Hoppingen nach Großsorheim. Dort öffnete der Himmel alle Schleusen und die Wallfahrer wurden trotz Schirm und Regenumhängen ordentlich nass.

Kurz nach 7 Uhr war die Raststation in einer Waldlichtung bei Eisbrunn erreicht. Zu diesem Zeitpunkt war der größte Teil des Weges geschafft. Nach der Pause ging es mit dem „Schmerzhaften Rosenkranz“ weiter in Richtung Schaffhausen. Zu jedem Rosenkranzgeheimnis las Reinhold Seefried einführende Worte zu einzelnen Rosenkranzgeheimnissen vor, die den Inhalt mit Fürbitten für die Pilger verbanden.

Auf der letzten Etappe von Thurneck nach Buggenhofen schafften es vereinzelte Sonnenstrahlen durch die stetig lichter werdende Wolkendecke.

Nach dem fünfstündigen Fußmarsch zogen die Pilger kurz nach 9 Uhr in den Marienwallfahrtsort ein. Da der Gottesdienst nicht in der Wallfahrtskirche sondern in der Pfarrkirche in Bissingen stattfinden musste, ging es nach einer kurzen Pause über den Stationenweg weiter.

Dort empfing Stadtpfarrer Wolfgang Gebert die Wallfahrer vor dem Gotteshaus. Bei seiner Einführung dankte er den Pilgern für das gesetzte Zeichen, der Corona-Pandemie zu trotzen und diese Wallfahrt zu gehen.

Christa Xalter verlieh der Messfeier mit ihrem Orgelspiel einen festlichen Glanz.

Nach der Einkehr ging es mit dem Bus zurück nach Wemding.


von Reinhold
ber Allgemein ⁄ Öffentlich